Call for Papers
In turn – Choreografien der Veränderung

Bis zum 29. April 2026

Themen:

Wir laden zur Einreichung von Beiträgen ein, die sich mit den folgenden Themen sowie anderen relevanten Perspektiven befassen.

  • Choreografien der Veränderung: Wie kann eine choreografische Perspektive die verschiedenen Formen von Veränderung und Transformation beleuchten und Einblicke in ihre Gestaltungsprozesse bieten? Wie können choreografische Perspektiven und Praktiken zu gesellschaftlichem und politischem Wandel beitragen? Wie kann Choreografie die ungleichmäßigen und konfliktreichen Prozesse, durch die Veränderung stattfindet, aufdecken, ihnen widerstehen oder sie neu konfigurieren?
  • Dramaturgie als Praxis der sozialen und politischen Mobilisierung: Wie kann Dramaturgie zu einem Werkzeug für soziale und politische Transformation werden? Kann sie verschiedene Stränge sozialer Praxis zusammenführen?
  • Bewegungen der Kollektive: Wie lassen sich Übergänge zwischen dem Einzelnen und dem Gemeinsamen beschreiben? Wie formt Choreografie Dynamiken des Miteinanders? Wie verbinden sich Körper und Kräfte zu mehr-als-menschlichen Handlungsspielräumen?
  • Pädagogik: Wie entfalten sich individuelle Entwicklungsprozesse zwischen Lernen, Vermittlung und Altern in Zeiten des raschen Wandels? Wie denken feministische und dekoloniale Pädagogiken Lernen, Autorität, Verletzlichkeit und verkörpertes Wissen in Veränderungsprozessen?
  • Institutionen im Wandel: Wie reagieren Vermittlungsformen und kulturelle Institutionen auf gesellschaftliche Umbrüche und Transformationskrisen? Welche Prozesse formen Institutionen als offene Räume im Angesicht sich wandelnder Zeiten?
  • Solidarische Infrastrukturen & DIY-Produktion: Wie lassen sich Produktionsweisen denken, die extraktive, kompetitive und prekärisierende Logiken unterlaufen? Und wie sind ihre Infrastrukturen historisch in Widerstand, Feminismus und Dekolonialität verortet?

Das diesjährige Symposium ist als eine Zusammenkunft konzipiert, die verschiedene Akteur*innen und Praktiken zusammenbringt. Es ist im Bereich der Tanzwissenschaft angesiedelt und steht in Nähe zu Forscher*innen und Praktiker*innen aus anderen Disziplinen, darunter Soziologie, Soziale Arbeit, Produktion und Dramaturgie sowie Aktivismus. Die Teilnehmer*innen sind eingeladen, akademische oder künstlerische Präsentationsformate wie Workshops, Panels, künstlerische Interventionen oder Provokationen nach eigenem Ermessen vorzuschlagen.

 

EMERGING SCHOLARS FORUM

Dem Symposium ist am ersten Tag (15.10.2026) ein Emerging Scholars Forum vorangestellt, das Forscher*innen in frühen Karrierephasen die Möglichkeit bietet, ihre Forschungsarbeiten in einem unterstützenden Umfeld mit Raum für Diskussionen und Feedback vorzustellen. Die Beiträge sollten ein Thema aus der eigenen laufenden Forschung behandeln und maximal 10 Minuten für die Präsentation nicht überschreiten.

Bitte reichen Sie Ihre Arbeit wie unten angegeben an und geben Sie in der Überschrift oder im Kopfbereich deutlich an, dass Sie Ihre Arbeit für das Emerging Scholars Forum vorschlagen.

 

Einreichungsrichtlinien

Präsentationen (20 Min.)

Podiumsdiskussionen (60 Min.)

Workshops (45–60 Min.)

Vortragsperformances (30 Min.)

Interventionen (20–30 Min.)

Andere Formate (max. 60 min)

 

Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Bitte reichen Sie eine Beschreibung Ihres Vorschlags (max. 200 Worte) und eine kurze Biografie (max. 100 Worte) unter Angabe Ihres bevorzugten Präsentationsformats bis zum 29. April 2026 ein bei:

 

Es fällt eine Teilnahmegebühr an. Den Teilnehmenden werden Catering während der Tagung und der Transport zwischen den Standorten angeboten.

Referenzen

Aristoteles. 1989. Politik. Übersetzt und herausgegeben von Olof Gigon. 2. Auflage. München: Deutscher Taschenbuch Verlag.

Brandstetter, Gabriele, Bettina Brandl-Risi und Kai van Eikels. 2007. „Übertragungen: Eine Einleitung“. In Schwarm (E)Motion: Bewegung zwischen Affekt und Masse, herausgegeben von Gabriele Brandstetter, Bettina Brandl-Risi und Kai van Eikels, S. 7–25. Freiburg: Rombach.

Butler, Octavia E. 1993. Parable of the Sower. New York: Four Walls Eight Windows.

Egert, Gecko. 2016. Berührungen: Bewegung, Relation und Affekt im zeitgenössischen Tanz. Bielefeld: transcript Verlag.

Platon. 1982. Der Staat (Politeia). Herausgegeben von Karl Vretska. Stuttgart: Reclam.

Polybius. 1978. Geschichte (Historien). Herausgegeben von Hans Drexler. Zürich/München: Artemis Verlag.

Organisationsteam

Prof. Dr. Bojana Kunst, Mila Lanz, Prof. Dr. Sebastian Matthias, Prof. Dr. Katja Schneider

 

Gefördert durch die Hessische Theaterakademie (HTA)