PRÄSENTATION DES NEUEN JAHRBUCHS DER GTF | „MODERNER TANZ – REVISITED“
BETTY CENTER FOR MOVEMENT RESEARCH | 28. JANUAR 2026, 18 Uhr, München
TANZTRIENNALE 2026
14.06. - 21.06.2026, Hamburg
THINK TANK
NETZWERK MODERNER TANZ | 9. - 11. OKTOBER 2026, Freiburg
EN / COUNTER / MOVES: CHOREOGRAPHIEN UND VERÄNDERUNG
JAHRESTAGUNG GTF | 15. - 17. OKTOBER 2026
In Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Frankfurt University of Applied Sciences.

Jahrbuch TanzForschung 2024
Moderner Tanz – revisited
Miriam Althammer / Anja K. Arend / Eike Wittrock (Hg.)
gtf Symposium 2025
25. - 27. September, Wien
In seiner „Soziologie der Weltbeziehung“ (2016) entwirft Hartmut Rosa einen „Resonanz“-Begriff, der davon ausgeht, dass es im Leben vor allem auf die Qualität ankomme, mit der wir uns mit der (Um-)Welt und unseren Mitmenschen in Beziehung setzen. Solche Weltbeziehungen sind einerseits von einer Affizierung „im Sinne der Fähigkeit und Erfahrung eines ,Berührtwerdens‘ durch Anderes, ohne durch dieses Andere dominiert oder fremdbestimmt zu werden“ (2019: 45) geprägt. Andererseits gehen sie mit einem Gefühl von Selbstwirksamkeit „im Sinne der Fähigkeit und Erfahrung, dieses Andere zu berühren oder zu erreichen, ohne über es zu verfügen oder es zu beherrschen“ einher (ebd.). Vor diesem Hintergrund können sich Transformationen als wechselseitige Anwandlungen entwickeln, für die ein „Sich-Einlassen auf die Dinge sowie die Bereitschaft, sich selbst zu verändern, sich gleichsam aufs Spiel zu setzen“ (Rosa 2016: 433) erforderlich ist. Unverfügbarkeit meint in diesem Zusammenhang, dass diese Transformationen ergebnisoffen sind, da die Autonomie und Differenz aller an diesen Prozessen Beteiligten gewahrt bleiben muss.

In diesem Jahr hat die Gesellschaft für Tanzforschung den Forschungspreis 2025 für akademische Abschlussarbeiten im Tanz zweimal vergeben. Von den 15 eingereichten, hochqualitativen und interessanten Arbeiten wählte die Jury zwei Arbeiten aus. Die Preisträgerinnen sind Valeria Chávez Chong für ihre Bachelor-Arbeit „(Re)Building Identity through Dance: A Research on the Evolution of Marinera in Retablo de Fiestas Patrias (2018)“ und Annika Kühn für ihre Masterarbeit „Tanz als politische Praxis. Bewegte Zwischenräume“. Die feierliche Preisverleihung übernahmen die Laudatorinnen Marianne Bäcker und Dr. Claudia Fleischle-Braun im Rahmen des 2025er Wiener gtf-Symposiums „Dance Resonance – Artistic Attunement in Motion“ am 27.09.2025 im Neuen Konzertsaal der Räumlichkeiten am Rennweg 8 der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien (mdw).
Lesen Sie hier mehr zu den Preisträger*innen und ihren Arbeiten

Begegnung schafft Vertrauen, inspiriert zu neuen Ideen und regt Kreativität an. Durch Vernetzung wird Wissen potenziert, und im persönlichen Austausch werden tanzforschende Perspektiven aufgearbeitet, hinterfragt und konkretisiert.
Die Gesellschaft für Tanzforschung (gtf) fördert den fachlichen Diskurs zu Tanz in seinen vielfältigen Erscheinungsformen auf nationaler und internationaler Ebene. Sie bringt Personen mit unterschiedlichen Interessen für Tanz aus den Bereichen Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung, Bildung, Vermittlung und Therapie miteinander in Kontakt.
Sie ermöglicht mit ihren Aktivitäten, Veranstaltungen und Symposien Begegnung in verschiedenen Formaten: tanzforschend, tanzvermittelnd und tanzkünstlerisch. Die gtf schafft den Rahmen für einen professionellen und internationalen Austausch und vertritt die Interessen der Tanzwissenschaft in der politischen und gesellschaftlichen Öffentlichkeit.

Jahrbuch TanzForschung 2023
Virtual Ecologies –
Digitalitäten und Ökologien im Tanz
Yvonne Hardt / Marisa Joana Berg / Anna Chwialkowska / Ulrike Nestler (Hg.)
Erscheinungsdatum: 9. September 2024 im transcript Verlag.